Tee

Tee ist alles was aus dem Teestrauch Camellia Sinensis gewonnen wird. Kräuter wie Minze oder Eisenhut sind Kräuteraufgüsse und kein Tee.

Grüntee
Der Teeblätter werden nach dem Pflücken kurz erhitzt, mit Wasserdampf oder in einer Stahlpfanne, wodurch die Enzyme welche bei der Trocknung für die Fermentierung verantworlich sind zerstörrt werden. Somit entsteht bei der Trocknung ein Tee, welcher nicht fermentiert ist.

Schwarztee
Nach der Ernte wird der Tee gewelkt und anschliessen gerollt, wodurch der Zellsaft aus den Blätter austritt und an die Luft gelangt, wo wer mit dem Luftsauerstoff oxidiert. Dieser Prozess nennt man Fermentation. Nach der vollständigen Fermentierung werden die Blätter getrocknet.

Weisser Tee
Geerntet wird bei einfachen Sorten Two leaves and a bud, bei hochwertigen Sorten nur das oberste ungeöffnete Blatt (bud). Die Blätter werden an der Sonne schonend getrock, wodurch bis zum Ende der Trockung ein leichte Fermentierung abläuft, ca. 10%.

Gelber Tee
Geerntet werden nur die obersten junge Triebe (Tips). Dieser werden dann liegen gelassen wodurch sie welken und ihre gelbe Farbe bekommen. Die restliche Verarbeitung ist wie beim Grüntee.

Pu Er
Ein echter Pu Er wird aus möglichst alten Teebäumen hergestellt. Im Süden Yunnans stehen viele kleine Wäldchen von 400-500 Jahre alten Teebäumen; einige sind sogar über 1000 Jahre alt, was auf eine sehr alte Pu-Er-Kultur hindeutet. Diese Wäldchen aus Teebäumen stehen auf abgelegenen Bergen und Hügeln, welche auch heute nur auf steilen staubig-steinigen Feldwegen erreichbar sind. Dadurch sind sie aber auch weit weg von Städten und Industrie und deren durch Verschmutzung entstehende Schadstoffe.

Wie bei allen Teesorten werden nur die frisch gewachsenen Blätter gepflückt, d.h. „two leaves and a bud“. Nach der Pflückung werden diese Blätter mehrere Stunden getrocknet und danach in Säcke oder andere Behälter verpackt. Am nächsten Tag wird eine Portion (normalerweise 350g) abgewogen und in einem Topf mit Wasserdampf erhitzt. Die getrockneten sperrigen Blätter fallen in sich zusammen, ein honigsüsser Duft strömt von ihnen aus. Danach werden die feuchten geschmeidigen Blätter in einen Stoffsack gepackt und unter ständigem Drehen von Hand in die pu-er-typische Cakeform gebracht (chinesisch Bingcha, alternative Formen sind Tuocha, „Tränentee“ oder Bricks, Zhuancha). Nach kurzem Anpassen der Grösse in einer Metallform wird der Cake unter einen schweren Stein gelegt und auf letzterem herumgetrampelt. Zum Schluss kommt er in einer Vorrichtung zwischen zwei Metallplatten, die den Cake noch kurz festpressen. Danach wird der gepresste Pu Er aus dem Stofftuch gewickelt und auf einem Gestell getrocknet. Schliesslich wird er in ein bedrucktes Papier gewickelt und zu sieben Stücken in einen Zylinder aus Bananenblättern gepackt. Der häufig genante Name „Pu Er Seven Sons“ kommt daher. Die Zeichen für sieben Stücke (Qi Zi) kann man auch als Sieben Söhne (Qi Zi) verstehen. Da Pu Er Cakes normalerweise zu sieben Stücken à sieben Liang (1 Liang (auch Tael) sind 50g, 7x50g=350g) verpackt werden, heissen viele davon „Pu Er Seven Sons Cake“, chinesisch Pu Er Qi Zi Bing Cha.

Die so hergestellten Pu-Er-Tees werden ungekocht, roh oder grün genannt, in China Shengcha, was so viel wie lebender Tee heisst. Sie sind anfangs frisch und herb mit einer süsslichen Honignote. Erst durch Lagerung werden sie dunkelrot und erdig.

Seit einigen Jahrzehnten werden auch gekocht, fermentiert, in China Shucha oder Shoucha genannte Pu-Er-Tees hergestellt. Diese werden quasi künstlich alt gemacht und sind von Anfang an dunkel und erdig. Nach dem Trocknen der Teeblätter werden diese mit Hitze, Feuchtigkeit und Mikroben zwei (!) Monate lang fermentiert. Der so hergestellte Pu Er wird entweder offen als Blatttee verkauft oder wie der rohe Pu Er gepresst.

(Dieser Test stammt von der Seite www.laenggasstee.ch )

Oolong Tee
Beim Oolong wird zwischen grünem, bis 20% fermentiert, und dem braunen, 20% bis 50% fermentiert, unterschieden.

Grüner Oolong
Die Verarbeitung ist änlich wie beim Schwarztee, allerdings dauert der Rollprozess viel länger, und der Tee wird zwischendurch immer wieder gelockert und erwärmt.

Brauner Oolong
In Baumbuskörbern werden die kurz gewelckten Blätter geschüttelt, wodurch die Blattkanten aufbrechen und eine Fermentierung einsetzten kann. Die Blattmitte bleibt dabei grün. Bei trocknen entsteht ein Orchideenduft. Ein Eisenpfannen werden dann die Blätter unter ständigen wenden getrocknet.



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